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Nachrichten aus dem Ostseeraum

10.06.11
Ostsee-Wetter bei Facebook

Über Facebook gibt es aktuelle, meist kurze Infos über Wetter & Co, die das Angebot unserer Seite absofort ergänzen. Wir freuen uns über ein "gefällt mir" oder einen Besuch auf unserer Facebook-Seite!

Natürlich nehmen wir auch gern Feedback zur Website auf unserer Facebook-Seite entgegen. Sie als Nutzer können Fragen zum Wetter, zur Website und beliebigen weiteren wetterbezogenen Themen auf unsere Pinnwand posten. Wir werden diese als bald als möglich beantworten.

Weiterführende Links:
Ostsee-Wetter auf Facebook

01.06.11
Herrentag und Pfingsten vor der Tür ...

... doch wie wird das Wetter? Tendenziell stehen uns sonnige, lauwarme und damit angenehme Tage bevor. Einem Ausflug an Herrentag steht wettertechnisch nichts im Wege.

Detaillierte Informationen zu den Segel- und Wassersportkonditionen, sowie genaue Infos für Badewillige und Touristen bietet Ostsee-Wetter absofort mit seinem Segel- und Wassersportwetter. Damit lassen sich Herrentag und Pfingsten auch auf der Ostsee oder angrenzenden Gewässern bestens planen.

Weiterführende Links:
Das neue Segel- und Wassersportwetter

30.05.11
NEU bei Ostsee-Wetter: Die Veranstaltungstipps

Seit kurzem neu auf unseren Seiten: Die Event- und Veranstaltungshinweise für die Ostsee-Region - von Flensburg im Westen bis Greifswald im Osten.

Unsere neuen Übersichtseiten geben Hinweise auf beliebte und bekannte Veranstaltungen in sieben ausgewählten Städten an der Ostseeküste. Ein Link zu unseren aktuellen Wetterinformationen verknüft dabei unser bestehendes Prognoseangebot mit lokalen Events - sodass man immer bestens auf das bevorstehende Wetter am Veranstaltungsort vorbereitet ist.

Weiterführende Links:
Jetzt anschauen!

28.05.11
Tornado bei Neustadt/Holstein

Ein Tornado auf einer Bootsmesse in Neustadt in Holstein sorgte am vergangenen Donnerstag für kleinere Schäden, auch Personen wurden verletzt. Zuvor war eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes ausgegeben worden.

Ob es sich bei dem Ereignis um eine auf Land gelaufene Wasserhose gehandelt hat, ist nicht bekannt. Fotos bzw. Videoaufnahmen sind bisher nicht öffentlich geworden.

Weiterführende Links:
Welt Online - "Windhose - Zelte durch die Luft gewirbelt"

14.05.2011
Wechselhaft mit Schauern und Gewittern

Nachdem sich selbst direkt an der Küste der Sommer mit warmen Temperaturen und viel Sonnenschein hat sehen lassen, bewegen wir uns in den kommenden Tagen temperaturtechnisch wieder bergab. Das kurze Sommerintermezzo wird von einem wechselhaften Schauerwetter abgelöst, wobei durchaus das eine oder andere Gewitter aus dem Binnenland an die Küsten treibt. An Abwechslung mangelt es daher nicht - wer allerdings lieber konstantes Wohlfühlwetter mag, der wird an der Ostsee derzeit nicht bedient.

Bereits am Donnerstag und Freitag sind über die Küstenregionen einige, teils von kräftigen Regenbrüchen begleitete Gewitter gezogen. Die Blitzrate war jedoch meist verhalten. Am Sonntag erwartet die Küstenregionen neuerlich der Aufzug kräftiger Schauer und Gewitter, die lokal durchaus für nochmals hohe Regenmengen binnen kürzerer Zeit sorgen. Die Wahrscheinlichkeit für Blitz und Donner liegt, erkennbar auch auf der neuen Gewitterprognose-Seite von Ostsee-Wetter, fast entlang der gesamten Küste über 50 %. Für den Sonntagsspaziergang sollten Regenschirm und wetterfeste Kleidung darum unbedingt dabei sein, genauso wie warme Kleidungsschichten: Das Sommerfeeling an den Küsten scheint derzeit endgültig vorbei, die Temperaturen steigen am Sonntag lediglich noch auf 12 bis 16 Grad.
Badewillige haben darum zurzeit schlechte Karten: Für ein Bad in der Ostsee sollte man schon recht kälteresistent sein. Die Wassertemperaturen liegen momentan zwischen 13 und 16 Grad. Ein Aufwärmen an der Luft fällt bei nahezu gleichen Außentemperaturen aus, die Kleidung sollte damit schon in Reichweite liegen. Lediglich der Wind meint es gut: Er weht schwach aus westlichen Richtungen, nur stellenweise an Westküsten auch mäßig - und verstärkt das Kälteempfinden damit nur wenig. Sobald ein Gewitter aufzieht, sollte das Badevergnügen aber ein jähes Ende finden. Die Gefahr vor Blitzschlag ist am offenen Strand überdurchschnittlich hoch.

Weiterführende Links:
Ostsee-Wetter Gewitterprognose

28.04.11
Lebhafter Nordostwind dämpft das Frühlingsempfinden an den Küsten

Ein merklich kühler auflandiger Wind lässt an den Küsten derzeit kaum übermäßige Frühlingsgefühle aufkommen. Nach dem vergangenen Winter konnte sich die Ostsee noch nicht ausreichend erwärmen, sodass darüberwehende Luftmassen noch deutlich herabgekühlt werden. Ein Strandtag besteht bei solch unangenehmem Wind damit zurzeit leider noch nicht aus Sonnen, Baden und Entspannen - für Strandspaziergänge reicht es aber allemal. Das Wetter der kommenden Tagen verspricht noch keine grobe Änderung.

Am Freitag ist es überwiegend heiter und trocken. Die Temperaturen erreichen 17 bis 21 Grad, an den Küsten bleibt es bei Wind von See her kühler. Der Nordostwind weht meist mäßig, an der Ostsee auch frisch und böig. In der Nacht zum Sonnabend ist es gering bewölkt oder klar. Es bleibt trocken. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen 7 und 3 Grad. Der Nordostwind weht schwach bis mäßig, an der See teils frisch.

Weiterführende Links:
(c) Deutscher Wetterdienst, Offenbach

10.01.10
Erhebliche Verkehrsbehinderungen durch Daisy

Im Einflussbereich von Sturmtief Daisy kam es an der gesamten Ostseeküste zu hohen, teils meterhohen Schneeverwehungen und einer lokal prekären Hochwassersituation. Im Landkreis Ostvorpommern wurde Katastrophenalarm ausgelöst.

Die Ostseeküste im Ausnahmezustand: Schwere Sturmböen, auf Rügen auch orkanartige Böen türmten den vorhandenen Altschnee auf den Inseln Rügen und Fehmarn bis zu drei Meter hoch. Auch auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und in Nordwestmecklenburg kam es durch Schneewehen über 1 m zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Auf Rügen stellten Busse und Bahnen den Regelbetrieb bereits am Sonnabend ein. Der Fährverkehr ab Rostock und Sassnitz-Mukran kam am Wochenende vollständig zum erliegen. Die Dörfer auf der Insel Fehmarn waren zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten, ein Panzer der Bundeswehr stellte die Mobilität des Notarztes sicher.

Auf der Autobahn A20 gab es in der Nacht zum Sonntag für etwa 170 Autofahrer kein Durchkommen: Beide Fahrstreifen nebst Standstreifen waren soweit verweht, das kein Vorankommen möglich war. Die Insassen mussten bis zu 12 Stunden in ihren Fahrzeugen ausharren, die Räumfahrzeuge gelangten nur mit Mühe zum Einsatzort. Das Technische Hilfswerk half mit Verpflegung und warmen Getränken. Die Autobahn blieb an diesem Teilstück den gesamten Tag gesperrt, die Polizei leitete den Verkehr über geräumte Nebenstraßen.

Vor allem in Ostvorpommern seien zahlreiche kleine Ortschaften noch immer nicht erreichbar. Bei anhaltend kräftigem Nordostwind werde den Winterdiensten die Arbeit zusätzlich erschwert. Die Räumdienste konzentrierten sich zunächst auf die Bundesstraßen und Autobahnen, konnten die Situation aufgrund der ständig neuen Verwehungen zunächst nicht unter Kontrolle bringen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern reagierte daher mit ausgesetztem Schulbetrieb am Montag, den 11.01.10.

Ein Krisenstab koordiniert seit dem Vormittag die Hilfsmaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern, so soll ein möglichst problemloser Wochenstart und Berufsverkehr gewährleistet werden. In Ostvorpommern wurde Katastrophenalarm ausgerufen: Hier sind Kräfte der Bundeswehr in Einsatz, um die Zuwege zu kleineren Dörfern zu räumen und die Reichweite der Einsatzkräfte sicherzustellen.

Hochwasser in Schleswig-Holstein: Das Wasser der Ostsee drückte bei kräftigem Nordostwind in die Flensburger Förde und überschwemmte ufernahe Straßen und Häuser. In den umliegenden Küstengebieten kam es zu Küstenerosion, nahe Lübeck bangte man zeitweise um einen labilen Deich. Helfer stabilisierten notdürftig. Im Laufe der Nacht ist von einer Entspannung der Hochwassersituation auszugehen. Die Wasserstände sinken an allen Küstenabschnitten langsam ab, liegen Montag Morgen in der Kieler Förde und der Lübecker Bucht bei maximal 60 cm über dem mittleren Wasserstand.

Weiterführende Links:
Ostsee-Wetter Wasserstandsinformationen

09.01.10
Neuschnee mit Verwehungen! Sturmflut!

In der Nacht zum Sonntag, den 10.01.2010 steigen die Wasserständen an unseren Küsten weiter an. Daneben nähern sich bereits am Abend leichte bis mäßige Schneefälle aus Südosten, die in der kommenden Nacht zu beträchtlichen Verkehrbehinderungen durch starke Schneeverwehungen führen können. Vor allem in Vorpommern sind Neuschneemengen von 10 cm bis morgen früh möglich.

NACHT ZUM SONNTAG

In der kommenden Nacht haben die Küste aus Südosten bereits erste leichte Schneefälle erreicht, die sich zunächst vor allem über die Insel Usedom und das Binnenland ausbreiten. Um Mitternacht gibt es verbreitet leichten bis mäßigen Schneefall, der sich wahrscheinlich bis etwa zu einer Linie Kiel-Nordrügen ausbreitet. In Schleswig bleibt es weitestgehend trocken, möglicherweise fallen aus der dichten Wolkendecke aber trotzdem einzelne Flocken. Neuschneemengen sind nördlich Kiels aber kaum zu erwarten, sonst fallen bis Sonntag früh verbreitet 2-5 cm, zur Insel Usedom auch 10 cm.

Schneeverwehungen

Durch weiterhin kräftigen Wind, von Ostholstein bis Usedom im Mittel mit 8 Bft., auf Rügen 9 Bft., sonst bis 7 Bft. aus Nordost kommt es verbreitet zu Schneeverwehungen. Lokal können Straßen schwer passierbar werden, bitte versuchen Sie, Autofahrten zu vermeiden.
Die Temperaturen sinken aufgrund des kräftigen Seewinds auf nur -2°C bis +2°C, je nach Entfernung zur Küste. Der Wind trocknet etwaig tauenden Schnee, sodass die Schneeschmelze nur wenig wirksam wird. Trotzdem können die gebietsweise positiven Temperaturen zu einer Entspannung der Situation auf den Straßen beitragen.

Sturmflut

Der Höhepunkt der Sturmflut an den Nordostküsten ist Sonntag Morgen zu erwarten. In der Lübecker Bucht sind Wasserständen von 1.50 m, an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins und Nordwestmecklenburgs 1.00 bis 1.30 m, sonst bis 1 m wahrscheinlich. Durch eine bestehende Eisdecke auf den Boddengewässern und an einigen Außenküsten kommt es zu Eisdrift, wobei Neueis oder offenes Packeis übereinander geschoben wird. Dabei kann es zu Schäden an Uferbegrenzungen oder festliegenden Schiffen kommen.

SONNTAG

Am 10.01. fällt aus einer dichten Wolkendecke zeitweise etwas Schnee, gebietsweise (nach aktuellem Stand vor allem Richtung Vorpommern) möglicherweise auch nochmals mäßiger Intensität. Die Neuschneemengen liegen meist bei 1-4 cm, lokal auch bis 7 cm. Nördlich von Kiel bleibt es meist trocken, nur selten fallen einzelne Schneeflocken. Die Temperaturen steigen auf 0°C bis +2°C, direkt an den Küsten ist damit leichtes Tauwetter wahrscheinlich. Der fallende Schnee wird meist Nassschnee sein, der bei anhaltend kräftigem Wind weniger verweht. Trotzdem ist streckenweise mit erheblichen Verkehrsbehinderungen durch Schneeverwehungen zu rechnen, denn der Wind weht meist mit Stärke 6 Bft., in exponierten Lagen 7-8 Bft. aus Nordost. Sturmböen und schwere Sturmböen sind wahrscheinlich. Die Hochwassersituation entspannt sich im Laufe des Tages, es ist aber auch am Abend in der Lübecker Bucht noch von Wasserständen bis 1 m über dem mittleren Wasserstand auszugehen.

In der Nacht zum Montag geringer Neuschnee mit unerheblichen Niederschlagsmengen, aber zunächst noch kräftigem Wind. Ab Montag Windberuhigung, aber Dienstag Dauerfrost.

Weiterführende Links:
Ostsee-Wetter Wasserstandsinformationen

08.01.10
Schneeverwehungen und Sturmflut

Im Einflussbereich von Sturmtief Daisy frischt in der kommenden Nacht der Wind deutlich auf. In der ersten Nachthälfte weht er verbreitet noch mäßig, lebt aber auf Rügen fühlbar auf, erreicht an der Küste Stärke 6 im Mittel aus Nordost. In der zweiten Nachthälfte an der gesamten Küste zunehmender Wind, verbreitet Stärke 5-6, auf den Inseln Stärke 7, Sturmböen. Zeitgleich entwickeln sich über der Ostsee weitere Schneeschauer, die im Laufe der Nacht vor allem Vorpommern und den Küstenstreifen von Rügen bis Ostholstein erreichen. Im nördlichen Vorpommern sind Neuschneemengen bis 5 cm bis morgen früh möglich, sonst meist nur geringer Neuschnee. In Schleswig bleibt es voraussichtlich trocken. In Verbindung mit dem kräftigen Nordostwind ist im gesamten Prognosegebiet von Schneeverwehungen, streckenweise mit Verkehrsbehinderungen, auszugehen.

Am Samstag fällt aus einer dichten Wolkendecke, die nur an der dänischen Grenze auch aufgelockert sein kann, zeitweise etwas Schnee. Die Neuschneemengen werden allerdings für das Küstengebiet eher unrelevant sein, vielmehr besteht Unwettergefahr durch Nordoststurm mit markanten Schneeverwehungen, Hochwasser und Eisdrift. Samstag Mittag ist von Windgeschwindigkeiten um 6 Bft. an der dänischen Grenze, sonst 7-8 Bft., auf den Inseln auch 9 Bft. im Mittel aus Nordost auszugehen. Es treten Sturmböen und schwere Sturmböen um 100 km/h auf, dabei kommt es gebietsweise zu markanten Schneeverfrachtungen. Der kräftige Nordostwind drückt das Wasser der Ostsee an unsere Küsten, entsprechend steigen ab Samstag Morgen die Wasserstände deutlich an. Bis zum Abend sind Pegel von 1,5 m über dem mittleren Wasserstand möglich. Die vorwiegend auf den Bodden befindliche dünne Packeisdecke wird zunehmend übereinander geschoben, und kann an den Ufern Schäden an Booten, Häfen, Bootsanlegern, etc. verursachsen. Versuchen Sie, letzte Vorkehrungen zu treffen, denn die Wasserstände werden an den Küsten auch zum Sonntag weiter steigen. Aktuelle Informationen zu den Pegelständen finden sich in unserer Rubrik Wasserstand, zu erreichen links über die Navigationsleiste.
Ob sich in der Nacht zum Sonntag eine kurzzeitige Intensivierung der Schneefälle mit der Gefahr erheblicher Verwehungen einstellt, ist unsicher. Möglicherweise muss gebietsweise von zeitweise mäßigen Schneefällen ausgegangen werden. Weitere Informationen finden sich am 09.01.10 an dieser Stelle.

Weiterführende Links:
Ostsee-Wetter Wasserstandsinformationen

07.01.10
Schneeschauer, Freitag auflebender Wind

In der kommenden Nacht entwickeln sich über der Ostsee weitere Schneeschauer, die vor allem den Küstenstreifen von Rügen bis Fehmarn erreichen. Dort ist mit Neuschneemengen von 5 cm, lokal 10 cm bis morgen früh zu rechnen. Im östlichen Vorpommern kann aus einer dichten Wolkendecke ebenfalls zeitweise etwas Schnee fallen, vereinzelt sind auch hier kräftigere Schauer mit Neuschneemengen bis 4 cm möglich.

Im nördlichen Schleswig-Holstein bleibt es dagegen voraussichtlich trocken. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern kann im Laufe der Nacht lokal dichter Nebel mit Raueisbildung entstehen. Bis zum Morgen sinken die Temperaturen gebietsweise bis auf -10°C, in Schleswig-Holstein werden sonst -3°C, in Mecklenburg-Vorpommern -1°C bis -7°C erreicht.

Am Freitag bilden sich über der Ostsee weitere Schneeschauer. Vor allem zwischen Rügen und Fehmarn, vielleicht auch im östlichen Vorpommern, sind zeitweise mäßige oder kräftige Schneefälle möglich. Die Neuschneemengen liegen aber meist bei 1-3 cm in 3 Stunden. Im Tagesverlauf lebt der Wind deutlich auf, erreicht am Nachmittag zwischen Kiel und Rügen bereits Windstärke 6 aus Nordost, in Schleswig und auf Usedom weht er zunächst noch mäßig. Am Abend verbreitet Stärke 7 bis 8 mit Sturmböen und ersten schweren Sturmböen.

ACHTUNG! Am Samstag orkanartige Böen aus Nordost möglich. Aus Südosten nähern sich leichte bis mäßige Schneefälle, die zusammen mit dem vorhandenen Altschnee bei Sturm kräftig verweht werden. Es kann zu Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr kommen. Daneben drückt der Nordoststurm das Ostseewasser an unsere Küsten, am Samstag ist darum eine Sturmflut an allen Ostküsten sehr wahrscheinlich. Für Samstag Mittag werden derzeit Wasserstände um 1 Meter über dem mittleren Wasserstand simuliert.

Aktuelle Wasserstandsmeldungen erhalten Sie über unseren Pegeldienst.

Weiterführende Links:
Ostsee-Wetter Wasserstandinformationen

04.01.10
Abziehende Schneefälle

In der Nacht zum 5. Januar ziehen die leichten Schneefälle nach Südosten ab. Nachfolgend können aus dichten Wolken mit nur vereinzelt Lücken stellenweise noch ein paar Schneeflocken fallen. Die Temperaturen sinken auf 0°C bis -1°C an der Küste Schleswigs und -4°C bis -6°C auf Usedom.

Auf Rügen und Fehmarn können sich durch den zunächst noch lebhaften Wind lokal weitere Schneewehen bilden. Bis zum Morgen flaut der Wind aber deutlich ab, weht im Binnenland meist schwach, an der Küste auch mäßig. Auf Rügen, Fehmarn und exponierten Küstenlagen anfangs noch frisch aus Süd bis Südwest.

Am Dienstag bleibt es stark oder dicht bewölkt, nur vereinzelt kann sich die Sonne zeigen. Nur über der Nordsee gibt es eine rege Schauerproduktion, wobei die Entwicklungen mit nordöstlichen Höhenwinden auch die Ostseeküste Schleswigs erreichen. Sichere Angaben über Niederschlagsmengen und Intensität der Niederschläge lassen sich nicht treffen, lokal ist aber von einer dünnen Neuschneedecke auszugehen. An der dänischen Grenze können die Niederschläge daneben auch in Schneeregen übergehen, da von der Nordsee zeitweise etwas mildere Luft einsickert. Die Temperaturen steigen auf 0°C an der dänischen Grenze und -3°C bis -4°C auf Usedom.

Weiterführende Links:
Ostsee-Wetter Vorhersage

03.01.10
Montag zeitweise Schneefälle

In der kommenden Nacht lokal Nebel mit Raueisbildung möglich. In den Binnengebieten der Küstenlandkreise strenger Frost um -10°C oder leicht darunter möglich. Am Montag meist dicht bewölkt, einzelne Auflockerungen. Aus Nordwesten Schnee, aber meist nur geringe Neuschneemengen bis 5 cm, nur vereinzelt mehr.

Am Dienstag in Schleswig-Holstein geringe Neuschneemengen möglich, an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns trocken. Weiterhin Dauerfrost.

Weiterführende Links:
Ostsee-Wetter Vorhersage

02.01.10
Teils kräftige Schneeschauer

Im Tagesverlauf entwickeln sich über der Ostsee weitere, teils kräftige Schauer mit Neuschneemengen von 5 bis 10 cm in 3 Stunden.

Anhaltende Schauerproduktion gibt es, soweit eine Prognose anhand der vorliegenden Modelle möglich ist, weiterhin über der Lübecker Bucht. Dort ist von nochmals über 10 cm Neuschnee auszugehen. In den übrigen Küstengebieten sind Niederschlagsmengen bis 10 cm möglich.
Von der Küste Schleswig-Holsteins und Vorpommerns bewegen sich die Schauer weiter landeinwärts, können außerdem die Mecklenburger Seenplatte und die Nordseeküste Holsteins erreichen. Entlang der Küsten ist verbreitet von winterlichen Straßenverhältnissen auszugehen.

Weiterführende Links:
Ostsee-Wetter Vorhersage

01.01.10
Lake-Effekt mit Neuschnee

Im Laufe der Nacht und am 2. Januar entwickeln sich über der Ostsee weitere, oft kräftige Schneeschauer, die mit nordöstlichen Winden die Küstengebiete erreichen. Lokal sind dabei nicht unerhebliche Neuschneemengen wahrscheinlich.

Die höchste Schauerwahrscheinlichkeit besteht in der kommenden Nacht entlang der Lübecker Bucht, dort sind bis zum Morgen bei anhaltender Schauerbildung um 20 cm Neuschnee möglich. Für die nördlichen Küstenabschnitte Schleswig-Holsteins stehen die Chancen für eine weiße Überraschung aufgrund ungünstiger Höhenwinde dagegen schlecht. In den übrigen Küstenstreifen Mecklenburg-Vorpommerns sind ebenfalls weitere Schauer wahrscheinlich, die Willkür bei der Schauerentwicklung lässt aber keine Ortseingrenzung zu. Lokal muss daher auch abseits der Lübecker Bucht von 5 cm Neuschnee, vllt. auch größeren Mengen ausgegangen werden.
Am 2. Januar verlagert sich der Schwerpunkt der Schaueraktivitäten wahrscheinlich nach Vorpommern.

Weiterführende Links:
Ostsee-Wetter Vorhersage

27.12.09
GFS-Charts für die Ostseeküste

Neu bei Ostsee-Wetter: Für Wassersportler, Segler und Wetterinteressierte findet sich seit Weihnachten auf unseren Seiten ein neuer Service. Wir präsentieren regionale Vorhersagekarten des Globalmodells GFS für die Ostseeküste, die Westliche Ostsee, Skagerrak und Kattegat sowie Dänemark.

Die Charts zeigen die weitere Entwicklung verschiedener Wetterparameter in den kommenden 39 Stunden. Darunter u.a. Temperatur, Taupunkt, Niederschlag, Bewölkung (tief, mittel, hoch), Windrichtung und -geschwindigkeit etc. Nützlich beispielsweise für eine individuelle Windvorhersage für einen Segelausflug oder Wassersportevents.
Eine Aktualisierung findet täglich in der Zeit von 18-20 Uhr, an Wochenenden zusätzlich vormittags gegen 10 Uhr statt.

Neben den derzeit verfügbaren Karten ist im neuen Jahr ein erweitertes Angebot regionaler Windkarten geplant.

Weiterführende Links:
Ostseeküste: Die neuen GFS-Modellkarten

09.12.09
Winter auf dem Fahrplan

Im Laufe des Donnerstags wandert ein Tief von der Nordsee nach Südosteuropa. Es führt an seiner Vorderseite zunächst noch warme Luft aus Südwesteuropa nach Deutschland. Mit Verlagerung Richtung Griechenland zapft das Tiefdruckgebiet an seiner Rückseite die bereits über dem Nordwesten Russlands lagernde Kaltluft an. Deutschland gerät ab Freitag daher in den Zustrom kälterer Luftmassen aus Nordosteuropa, die in den kommenden Tagen wetterbestimmend sein wird.

Bedeutend für das Bestehen dieser Zirkulation wird die Ausbildung eines umfangreichen Hochdruckkomplexes von Großbritannien bis Russland sein. Die Entstehung des genannten Komplexes wird von allen Modellen ähnlich prognostiziert, ab Freitag steht uns daher eine kälterer und winterliche Wetterlage ins Haus, die aber zunächst nur in Süddeutschland und Teilen der Mitte, sowie den Mittelgebirgen frostige Temperaturen und Schnee bringen wird. In den zunächst noch meereswarmen Küstengebieten sinken die Temperaturen am Wochenende wahrscheinlich nur nachts in den leichten Frostbereich, erst ab Montag und vor allem am Dienstag stößt weitere höhenkalte Luft nach Deutschland vor. Diese bringt ab Beginn der neuen Woche möglicherweise auch im Norden Dauerfrost.
Bei Betrachtung der GFS-Ensembles des 06-er Laufs sieht man zunächst Einigkeit über den Wetterverlauf bis zum 12. Dezember. Die Ausbildung der Hochdruckzelle von der Nordsee bis nach Russland scheint gesichert, die nachfolgende Entwicklung ist aber noch nicht vollkommen eindeutig. Möglicherweise bleibt uns die kalte Luft noch etwa eine Woche erhalten, danach ist die Streuung der Modelle zu groß. Am 20. Dezember schwankt beispielsweise die Temperatur auf 850 Hektopascal zwischen -20°C als Produkt des GFS-Hauptlaufs und plus 3° C eines anderen Members. Interessant könnte die Bildung eines Tiefs über dem Nordmeer sein, das ab Montag über Norwegen zur Ostsee wandern würde. Es würde für Norddeutschland neben kalter Luft aus dem Norden auch Schneefälle bereithalten. Der Süden könnte dagegen von einem von Frankreich ost- bis nordostwärts wandernden Tief profitieren. Abgesehen von den genannten Tiefs sind die Aussichten auf Schnee aber vorwiegend gering.

Weiterführende Links:
Ostsee-Wetter Vorhersage

09.12.09
Unwetterereignisse 2009 - Rückblick

Die jüngste Pressemitteilung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gibt einen Überblick über gefährliche und unwetterartige Wetterereignisse im Jahr 2009 und deren Folgeschäden.

Offenbach, 9. Dezember 2009 – Auch im vergangenen Jahr traten in
ganz Deutschland wieder Unwetter auf, die Menschenleben forderten
und zu Schäden führten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat den
Wetterverlauf im Jahr 2009 ständig überwacht, frühzeitig vor
gefährlichen Wetterlagen gewarnt und diese dokumentiert. Wie in den
Vorjahren wurden viele Medienberichte über größere Schäden durch
Unwetter in Deutschland ausgewertet und gesammelt. Die folgende
Zusammenstellung über den Zeitraum Dezember 2008 bis November 2009
hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Dezember 2008

Starke Schneefälle in Verbindung mit Schnee- und Eisglätte
führten am 3. nördlich des Mains zu vielen Unfällen und Behinderun-
gen. Bei Pasewalk in Mecklenburg-Vorpommern stürzte ein Lkw von
einer Brücke auf die Bahnstrecke Berlin - Stralsund. Bei Kardenbach
in der Eifel rutschte ein Schulbus mit 44 Schülern in einen Graben.
Am 4. wurden in Königstein/Taunus zwei Schulen aufgrund von
Schneemassen auf den Dächern geschlossen. Auf der A3 kam es am 19.
auf regennasser Fahrbahn zu einer Massenkarambolage mit 16 Pkw. Die
Folge waren drei Schwerverletzte. Nach einem Unfall am 20. auf
eisglatter Fahrbahn bei Rauschenbach in Hessen starben zwei Menschen.

Januar 2009

Durch Schneefall sowie Schnee- und Eisglätte kam es in weiten
Teilen Deutschlands vom 4. bis 7., um den 14., vom 17. bis 20. und
am 23. zu über 1 000 Unfällen mit zahlreichen Verletzten und min-
destens zehn Toten. Es gab Verspätungen im Flug- und Bahnverkehr.
Eis auf Flüssen und Kanälen behinderte den Schiffsverkehr. In der
Nacht zum 7. - bei Temperaturen bis -28°C - froren Weichen ein,
Türen von Zügen zu und gefror Diesel in Lastern. Drei Menschen
erfroren in den Nächten auf den 5. und 7. Januar.

Februar 2009

Schnee- und Regenfälle und nachfolgende Schnee- und Eisglätte
führte bundesweit zu vielen Unfällen mit Verletzten und mindestens
zwei Toten. Es bildeten sich lange Staus, zum Beispiel aufgrund drei-
er umgekippter Lkw-Anhänger auf der A7. Zeitweise kam der Verkehr
zum Erliegen, an der A3 wurden vom Roten Kreuz Versorgungsstationen
eingerichtet. In den Bayerischen Alpen gab es durch Lawinen
mindestens vier Tote. Orkantief Quinten sorgte am 10. meist im Sü-
den Deutschlands für Schäden durch umgestürzte Bäume und herunter
gewehte Ziegel. In Emmendingen wurde ein Hallendach abgedeckt, in
Unterweiler in Bayern wurden zwei Arbeiter von einem Dach geweht.
Die Oberrheintalbahnstrecke musste gesperrt werden.

März 2009

Am 3., 10. und vom 23. bis 26. gab es in weiten Teilen Deutschlands
auf schneeglatten Straßen viele Unfälle mit Verletzten und mehreren
Toten. Am 3. kam ein Fahrer bei Rüscheid im Kreis Neuwied ums
Leben, als aufgrund von Schneelast ein Baum auf sein Auto fiel.
Am 10. stürzte im badischen Bonndorf ein vollbesetzter Schulbus
sechs Meter tief in eine Flussbett, dabei wurden zwölf Schüler ver-
letzt. Am 23. wurden aufgrund von Sturm zum Beispiel eine Parabol-
antenne vom Hamburger Fernsehturm gerissen, Flugzeuge kurzzeitig von
Frankfurt nach Stuttgart umgeleitet und der S-Bahnverkehr in
Schwaigern bei Heilbronn eingestellt, nachdem ein Baum auf die
Gleise gestürzt war. Am 9. trat in Stüdenitz in Brandenburg Hagel
mit einer Korngröße von 5 mm auf.

April 2009

Bei dichtem Nebel kam es am 14. auf der A 44 zwischen Zierenberg und
Warburg zu einer Massenkarambolage mit 16 Fahrzeugen. Ein
Autofahrer starb, elf Fahrer wurden zum Teil schwer verletzt. Nach
Blitzschlag am 16. brannte in Wiesenbach im Kreis Günzburg ein
Dachstuhl; eine Frau und zwei Kinder wurden durch Stromschläge
verletzt. Hagel trat am 5. und am 18. örtlich in Bayern und am 29.
in Büchen in Schleswig-Holstein - Korndurchmesser bis 3,5 cm - auf.

Mai 2009

Sturm, Hagel und Starkniederschläge verursachten am 1. und 2.,
vom 8. bis 13. sowie am 15., 21., 24. und 26. zahlreiche Schäden. Am
2. schlug ein Blitz auf einem Fußballplatz ein, 26 Menschen wurden
verletzt. Am 9. wurden in Hamburg drei Fallschirmspringer bis zu 35
km abgetrieben. Auf Elbe und Alster kenterten Segelboote. In der
Nacht zum 12. wurden in Neu-Ulm und Günzburg sowie am 15. in
Gechingen im Kreis Calw viele Straßen überflutet und liefen Keller
voll. Am 24. kenterten auf dem Altmühlsee 21 Katamarane. Am 26.
blieben im Kreis Leer die Schulen geschlossen, einige Häuser gerie-
ten in Brand; der Bahnverkehr Leer-Bremen wurde wegen umgestürzter
Bäume eingestellt. Nach Blitzschlag wurden Ems- und Lohbergtunnel in
Hessen gesperrt. Auf dem Bodensee mussten Menschen aus Seenot
gerettet werden. In Balenfurt in Baden-Württemberg prallte ein Zug
auf einen Baum und entgleiste. Bei Passau wurde ein Mann vom Baum
erschlagen.

Zahlreiche Tornados konnten im Mai beobachtet werden: am 3. in
Büdelsdorf in Schleswig-Holstein, am 8. in Obereschenbach/
Fuchsstadt in Bayern sowie in Witzin in Mecklenburg-Vorpommern, am
14. bei den baden-württembergischen Kommunen Sinsheim und Neuenbürg-
Arnbach, am 17. bei Halle sowie am 21. in Plate, Sackow, Settin,
Göhren und Ruthenbeck in Mecklenburg-Vorpommern.
Auch Hagel mit einem Durchmesser bis 7 cm wurde im Mai häufig
beobachtet: am 1. und 2., 8. und 10.bis 14. in Süddeutschland, am
17. in Thüringen und Sachsen-Anhalt, am 21. in Hamburg und
Brandenburg, am 22. in Bayern, am 25. in Rheinland-Pfalz, am 28. in
Brandenburg und am 29. in Bayern.

Juni 2009

Dauerregen vom 22. bis 24. in Südbayern und schwere Gewitterregen in
der 2. Monatshälfte verursachten immer wieder überflutete Straßen
und vollgelaufene Keller. Am 27. wurden bei einem Fest in
Xanten 13 Menschen durch Blitzschlag zum Teil schwer verletzt.
Am 28. führte Regen zu einem Kabelbrand in einem Hotel in Passau.
Alle Gäste wurden evakuiert. Die Neidlinger Steige in Baden-
Württemberg war nach einem Erdrutsch für mehrere Stunden gesperrt.
Am 30. rief in Berlin die Feuerwehr aufgrund eines heftigen
Gewitters den Ausnahmezustand aus. Auch die Wetterwarte des DWD in
Mannheim meldete nach 45 mm Niederschlag in 90 Minuten „Land unter“.

Tornados verursachten am 1. in Wölsickendorf in Brandenburg, am 7.
in Köln-Roggendorf, am 9. in Neumünster und Grossolt in Schleswig-
Holstein sowie am 11. in Meuselwitz in Thüringen und Custenlohr in
Bayern zum Teil große Schäden an Häusern, Ställen und Fahrzeugen. Zu
Hagel kam es am 1. in Brandenburg mit einem Korndurchmesser bis 2.5
cm sowie örtlich am 7. und 11. in Bayern sowie am 30. in Mannheim.

Juli 2009

Schwere Unwetter mit Blitzeinschlägen, Sturmböen und örtlich
heftigem Starkregen gab es vom 3. bis 24. an fast allen Tagen.
Meist wurden sie in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern
beobachtet. Häufig schlugen Blitze in Gebäude ein: auf einem
Campingplatz im pfälzischen Hauenstein wurden fünf Menschen
verletzt, in Affalterbach in Schwaben starb eine Frau und in Ostbran-
denburg ein Mann. Bei Weigendorf in der Oberpfalz versperrte eine
Gerölllawine stundenlang eine Straße. Am 19. kam es nach Starkregen
und aufgrund der tief stehenden Sonne auf der A 2 im Bereich
Braunschweig - Hannover zu einer Unfallserie mit 100 Fahrzeugen und
80 Verletzten. Am 22. verursachten Blitze Brände in Cuxhaven
und Nienhagen im Kreis Northeim, im Raum Soest-Lippstadt,
in Brühl und Duisburg sowie im Kreis Kleve. Am 23. brannte
es in Düsseldorf, Ratingen, Marl und Haltern. Die starken Nieder-
schläge brachten am 19. für Bayern die Auslösung der Alarmstufe 1
wegen Hochwasser zum Beispiel an Donau, Isar und Regen. Hinzu kamen
Tage mit Sturm und umgestürzten Bäume, die zu Sperrungen von Straßen
und Eisenbahnstrecken führten.

Auch im Juli konnten Tornados beobachtet werden: so am 3. in Bä-
renstein in Sachsen, am 6. in Friesenheim in Baden-Württemberg, am
7. in Norddeich in Niedersachsen und Wilnsdorf in Nordrhein-
Westfalen, am 8. in Wörth am Rhein, am 10. in Mecklenburg-Vorpommern
in Wichmannsdorf, Diedrichshagen und Jennewitz, am 19. bei
Spiekeroog, am 23. in Meißenheim in Baden-Württemberg und in
Nordrhein-Westfalen in Herford und Bockhorst-Westbarthausen sowie am
24. in Cuxhaven. Hagel fiel meist in Bayern und Brandenburg örtlich
vom 1. bis 4., am 17., am 21., mehrfach am 23, am 24., am 25. und am
30. Der Korndurchmesser betrug bis zu 4 cm.

August 2009

Starke Gewitter, teilweise mit Sturmböen und Hagel, verursachten
am 2., 10., 16., 17. und 20. zahlreiche Schäden: In Miesbach in Bay-
ern und in Villingen-Schwenningen fiel zum Beispiel am 2. das
Stromnetz kurzzeitig aus. Am 10. war besonders der Norden
Deutschlands und Hessen betroffen: In Offenbach standen Keller und
Straßen bis zu 50 cm unter Wasser, in Rembrücken bei Offenbach brach
die Stromversorgung zusammen, in Schwerin wurde ein Mann, der unter
einem Baum Schutz suchte, vom Blitz erschlagen. Am 16. war das Rhein-
Main-Gebiet betroffen: Dächer wurden abgedeckt, einige S-
Bahnstrecken und zahlreiche Straßen waren von Bäumen und Ästen
blockiert. Am 17. schlugen Blitze in Baden-Württemberg und
Oberfranken in Häuser ein. Der 20. brachte Niedersachsen, Bremen und
Hessen Sturmschäden. In Melle in Niedersachsen beschädigten
umstürzende Bäume Autos. Am 10. wurde bei Schönsee in Bayern ein
Tornado beobachtet. Hagel wurde am 2. und 10. aus Bayern, am 17. aus
Thüringen, Sachsen, Bayern sowie Hessen - mit Korndurchmesser bis 5
cm in Hanau - und am 20. aus Nordrhein-Westfalen gemeldet.

September 2009

Auf dem Hindenburgdamm nach Sylt wurde am 3. wahrscheinlich
durch eine Windböe ein Lkw von einem Autozug geweht. Der
Fahrer verstarb wenig später. Tornados wurden am 4. bei Hörnum -
zwischen der Südspitze der Insel Sylt und der Insel Föhr - und am
13. nördlich von Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland in
Mecklenburg-Vorpommern beobachtet. Größere Schäden traten dabei
nicht auf. Am Abend des 2. wurden im Bereich München - Ammersee -
Starnberger See bei starkem Gewitter anfänglich kleine Hagelkörner
beobachtet. Es standen einige Straßen unter Wasser. Hagel wurde am
3. in Remscheid in Nordrhein-Westfalen, am 4. im Schwarzwald und am
5. im Rhein-Main-Gebiet beobachtet. In Mankmuss-Birkholz in
Mecklenburg-Vorpommern verursachte Hagel mit Korndurchmesser bis 5
mm am 13. geringe Schäden an Pflanzen. Am 14. wurde Hagel in der
Region mittlerer Neckar gemeldet.

Oktober 2009

Am 2. und 3. setzte der erste Herbststurm die nordfriesischen Halli-
gen unter Wasser, ließ in Flensburg Keller volllaufen und legte den
Zugverkehr zwischen Flensburg und Jübek durch umgestürzte
Bäume lahm. Sturm, ergiebige Niederschläge und Gewitter verur-
sachten in der Nacht zum 8. in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen
und Sachsen-Anhalt sowie am 12. in Bayern starke Schäden.
Zahlreiche Straßen wurden überflutet, viele Keller liefen voll. In
Bielefeld rutschte ein durchweichtes Ackerstück auf die Straße. In
Hildesheim und Peine erzwangen Schlammlawinen Straßensperrungen. In
der Region Schongau deckte Sturm Dächer ab, ein Trampolin flog etwa
300 m weit durch die Luft, in Fulda stürzte ein Kirmesbaum
auf ein Festzelt - vier Personen wurden verletzt. Am 13. führten
Schnee- und Graupelschauer auf der A20 zwischen Lübeck
und Rostock zu zahlreichen Unfällen. Insgesamt waren etwa 30
Fahrzeuge beteiligt.

Am Morgen des 16. kam durch Schneefall in Sachsen der Zugverkehr
zwischen Arnsdorf-Kamenz und Neustadt-Bad Schandau zeitweise zum
Erliegen. Auch eine Strecke der Dresdner S-Bahn wurde gesperrt.
Eisglätte auf der A9 bei Trockau (Bayreuth) verursachte mehrere
Unfälle. Auf der Talbrücke rutschten in kürzester Zeit sieben
Fahrzeuge in die Leitplanken. Bei Nebel auf der A5 bei Ortenau ver-
unglückte eine Frau tödlich.

Tornados wurden am 2. von den Kreidefelsen bei Saßnitz aus und
am 13. zweimal bei Wismar - das erste Mal in der Nähe der Insel
Wustrow, das zweite Mal bei Neuhof auf Poel - beobachtet. Hagel
wurde am 2. in der Nähe von Stralsund sowie in der Uckermark, am 3.
in Erfde in Schleswig-Holstein und am 10. in Lüdinghausen in
Nordrhein-Westfalen beobachtet. Am 13. und 14. wurde Hagel von der
Insel Poel, aus Brandenburg und dem Thüringer Wald gemeldet.

November 2009

Am 4. brachte der erste Wintereinbruch Mecklenburg-Vorpommern
große Verkehrsbehinderungen. Aufgrund von Schnee- und
Eisglätte ereigneten sich etwa 150 Unfälle. Sturmtief „Jürgen“ verur-
sachte am 18. in Norddeutschland zahlreiche Schäden. Mehrere Bahn-
und S-Bahnstrecken mussten wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden,
so zum Beispiel zwischen Tornesch und Pinneberg oder in Hamburg die
S1 an der Station Hoheneichen. Der Verkehr nach Sylt wurde
eingestellt. Im Kreis Steinburg wurden Dachziegel und -platten
heruntergeweht. Ein Seemann ertrank bei hohem Wellengang während des
Anlegemanövers im Bremer Hafen. Sturmtief „Ludwig“ brachte am 23.
und 24. die nächsten Schäden in fast ganz Deutschland. Bei Krefeld
stürzte ein Baum auf die Bahnstrecke. Bei Hamburg wurden Teile der
A23 und bei Aachen die B399 wegen Unterspülung gesperrt. In
Herbstein in Osthessen stürzte eine Tanne auf ein fahrendes Auto. In
Frankfurt am Main fiel die Giebelwand einer Scheune um. Auf der A71
ging bei Gräfenroda in Thüringen eine Schlammlawine nieder.
Vermutlich durch starke Regenfälle löste sich am 25. ein etwa 20
Tonnen schwerer Felsbrocken unterhalb von Burg Lindenfels
(Bergstraße). Er zerstörte Steinmauern und eine Straßenlaterne. Am
23. entwurzelte ein Tornado Bäume in Langenholzhausen in
Ostwestfalen, beschädigte Dächer und brachte eine Feldscheune zum
Einsturz. Hagel wurde nur am 26. aus Tönisvorst bei Krefeld gemeldet.

Weiterführende Links:
(c) Deutscher Wetterdienst, Offenbach

01.12.09
Methan im Meeresboden

Auf dem Meeresboden lagern große Menge Methan - einem Gas, das den Treibhauseffekt 25mal schneller beschleunigt als Kohlendioxid. Forschungen gehen von einer wachsenden Methankonzentration in den Weltmeeren - daneben auch in der Ostsee - aus. Die weitere Entwicklung und mögliche Konsequenzen lassen sich nach dem derzeitigen Forschungsstand aber nicht prognostizieren.

Neben Reisfeldern und Rinderherden sind die Weltmeere der größte Produzent an Methan. Das Gas entsteht am Meeresboden, dort zersetzen Bakterien die zum Meeresboden gesunkenen Reste toter Pflanzen, toter Tiere und sonstiger organischer Stoffe. Als Reaktionsprodukt entsteht u.a. Methan, das unter großem Druck und in großer Tiefe aber sogleich seinen Aggregatzustand zum Festzustand wechselt. Erwärmt sich das es umgebende Meereswasser aber, wechselt Methan in den gasförmigen Zustand und steigt zur Meeresoberfläche - und weiter in die Atmosphäre.

Weiterführende Links:
Klimagas Methan

28.11.09
Bis Montag mäßiger Wind, einzelne Windböen

Geringere Windgeschwindigkeiten und nur noch einzelne Windböen. Häufig Regen.

Wetterlage
Die derzeit wetterbestimmenden Tiefdruckgebiete verlieren unter Abschwächung allmählich ihre Wirkung auf unser Wettergeschehen. Über dem Nordmeer lagert ein Tief mit Kerndruck von 975 hPa, das unter Abschwächung in den kommenden Stunden nur langsam südwärts ziehen wird. Ein Randtief vor der Westküste Südnorwegiens füllt sich ebenfalls auf. Über England bewegt sich ein weiteres Tief mit Kerndruck 988 hPa ostwärts, erreicht noch im Laufe der kommenden Nacht Dänemark und sorgt für leichte bis mäßige Regenfälle. Bis Sonntag Morgen wandert ein Tief vom Ostatlantik in den Englischen Kanal, vertieft sich und schickt eine Kaltfront von Belgien bis Portugal ostwärts.

Die kommende Nacht
Vorrübergehend wenig auflebender Wind mit 5-6 Bft. aus Süd bis Südwest. Windböen. In der zweiten Nachthälfte deutlich abflauend, morgens an den Küsten 3, über der See 4 Bft. aus Süd bis Südwest, im Ostteil über der freien Ostsee zunächst noch 5 Bft. möglich.

Sonntag
Am Sonntag mäßiger Wind der Stärke 3-4 aus südlichen Richtungen, am Abend vorwiegend Südost. In der Nacht zum Montag östlich Rügens auflebender, westlich Fehmarns ablebender Wind, im Ostteil später 5 Bft. aus Südost, Windböen, im Westteil 2-3 Bft. aus südlichen Richtungen.

Montag
In den Frühstunden aus Westen abflauender Wind, am Vormittag vorübergehend schwachwindig mit 1-2 Bft., westdrehend. Ab den Mittagsstunden über der freien See auch Stärke 3 aus westlichen Richtungen.

Weiterführende Links:
Ostsee-Wetter Vorhersage

27.11.09
Tief Max bringt neuen Wind

Ab Freitag Nachmittag auflebender Wind mit der Gefahr von Sturmböen.

Wetterlage
Sturmtief Max liegt mit einem Kerndruck von 972 hPa südlich der Lofoten vor der norwegischen Küste, zieht unter Abschwächung aber nur sehr langsam nordostwärts. Ein Ausläufer reicht über Finnland bis nach Nordrussland, schwenkt in den kommenden Stunden ostwärts. Angelagert ist außerdem ein Randtief, das sich derzeit mit einem Druck von 977 hPa vor der nördlichen Nordsee befindet und unter Abschwächung langsam ostwärts zieht. Das Tief und ein ostwärts schwenkender Trog über der Deutschen Bucht gestalten unser Wetter unbeständig und windig. Andauerndes Schönwetter findet sich wie schon in den vergangenen Tagen von den Azoren bis Portugal und Südspanien. Hier langert ein Hochdruckgebiet mit einem Kerndruck von 1030 hPa, das demnächst allmählich ostwärts wandern wird.

Wind am Freitag

In den Nachmittagsstunden langsam auflebender Wind. In den späten Mittagsstunden zunächst noch Mittelwinde von 3-4 Bft., anschließend aber rasch zunehmend auf 5-6 Bft. Gefahr durch Schauer- und Gewitterböen in Sturmstärke.
In der kommenden Nacht lebhafter Wind mit 5 Bft. an den Küsten und 6-7 Bft. über der freien See aus Südwest. Sturmböen möglich. In der zweiten Nachthälfte nur wenig abflauender Wind, über der See wahrscheinlich noch Mittelwinde mit 6 Bft., in geschützten Küstengebieten mit ablandigem Wind teils bereits 4 Bft.

Wind am Sonnabend

Bis Sonnabend Mittag langsam abflauender Wind, in den Mittagsstunden süddrehend, an den Küsten 4, über der See 5 Bft. Am Nachmittag nur wenig auflebend, an den Küsten 4-5 Bft, über der Ostsee 5, strichweise 6 Bft.

Wind am Sonntag
In der Nacht zum Sonntag vor allem in der zweiten Nachthälfte auflebender Wind aus Südwest, 5-6 Bft. Sonntag früh süddrehend und abflauend. Zeitweise schwachwindig.

Weiterführende Links:
Ostsee-Wetter Vorhersage

26.11.09
Auf dem Vormarsch: Robbentouren in die Ostsee

Die Zahl der Ostsee-Robben wächst: Seit einigen Jahren ist in den Randgewässern der Ostsee und entlang der deutschen Küste wieder ein regelmäßiges Vorkommern beobachtet worden. Touristen können auf Schiffsrundfahrten nun häufiger auch die Robben aus nächster Nähe sehen.

Neu in diesem Geschäft ist auch die "Weiße Flotte", die ihr Gewerbe rund um die Insel Rügen betreibt. Auf 4-stündige Touren sollen die Touristen die Ostseerobben zu Gesicht bekommen. Hinweise auf dauerhafte Liegeplätze an Land gibt es aber noch nicht.

Weiterführende Links:
Ostsee-Robben: Die neue Attraktion